Prof. Dr. Stephan Kammer

Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Institut für Deutsche Philologie

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80799 München

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zur Vorlesungszeit: Mi 12–14 Uhr (nach Voranmeldung per Mail)
in der vorlesungsfreien Zeit: nach Vereinbarung per Mail

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Zur Person

2000
Promotion an der Universität Basel
2001-2007
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
2008-2013
Forschungsaufenthalte am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin), am Zentrum Geschichte des Wissens (ETH Zürich/Universität Zürich) und der Casa di Goethe (Rom)
2008-2015
Gast- und Vertretungsprofessuren an den Universitäten Düsseldorf, München, Wien, UC Davis und Tübingen
seit Oktober 2015
Professor für Neuere deutsche Literatur an der LMU München

Forschung

  • Deutschsprachige Literaturen im medialen Kontext (17.-21. Jahrhundert)
  • Literatur- und Wissensgeschichte der Schrift, des Schreibens und der Philologie
  • Theorie und Geschichte des Künstlichen

Rettung des Künstlichen. Die Grammatik der Kultur um 1700 (Monographie)

Die Rede vom ›Künstlichen‹ ist nicht erst seit den jüngsten Erfolgsgeschichten der KI in der Moderne allgegenwärtig. Während man aber intensiv über die Sachverhalte zu diskutieren pflegt, die als ›künstlich‹ (dis)qualifiziert werden, bleibt diese Bestimmung selbst fast immer unterbelichtet. Angesichts der Wort- und Sachgeschichte des Künstlichen, das lange stabil als Auszeichnung kultureller Fertigkeiten, ihrer Beherrschung und Verwendung gegolten hat, stellt sich deshalb die Frage: Wie und wo ist aus dem Künstlichen der negativ bewertete und definierte Widerpart des Natürlichen geworden? Die Antwort darauf findet man an bisweilen überraschenden Schauplätzen: Probleme dichterischer Darstellung, ein physikotheologisches Schöpfungsverständnis und neue Formen künstlerischer Naturnachahmung sind die Felder, auf denen das ›Künstliche‹ in den Jahrzehnten um 1700 nachhaltig neu bestimmt wird.

Publikationen (Auswahl)

  • hrsg. mit Karin Krauthausen: Landwirtschaft und Literatur (Zürich: Diaphanes 2025). Open Access: https://www.diaphanes.net/titel/landwirtschaft-und-literatur-7964.
  • hrsg. mit Karin Krauthausen: Make it real. Für einen strukturalen Realismus (in Vorbereitung; erscheint Zürich/Berlin: Diaphanes 2018).
  • Überlieferung. Das philologisch-antiquarische Wissen im frühen 18. Jahrhundert (Berlin/Boston: De Gruyter 2017. – Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung. Schriftenreihe des Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der Europäischen Aufklärung, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Bd. 58).

  • »Hubert Fichtes Barock. Eine poet(olog)ische Epochenmodellierung und ihr literaturgeschichtlicher Kontext«, Colloquia Germanica 55 (2023), Themenheft Hubert Fichte and the Poetics of Syncretism, hrsg. von André Fischer, 179-199.
  • »Simplicianische Handfertigkeiten: Die Geste als art de faire«, in: Epistemologien der Geste. Körper, Medien, Künste, hrsg. von Luca Viglialoro und Johannes Waßmer, Berlin, Boston: de Gruyter 2023, 121-143.
  • »Die Schreibszene sozialisieren! Kollaboratives Schreiben, Schreiben«, in: Dynamiken historischer Schreibszenen. Diachrone Perspektiven vom Spätmittelalter bis zur klassischen Moderne, hrsg. von Katja Barthel, Berlin, Boston: de Gruyter 2022, 89-113.
  • »Skene. Topoi der Kulturbegründung im 18. Jahrhundert«, in: Modell Hütte, hrsg. von Karin Krauthausen und Rebekka Ladewig, Zürich, Berlin: Diaphanes 2021, 363-383.

  • »Hubert Fichtes Barock. Eine poet(olog)ische Epochenmodellierung und ihr literaturgeschichtlicher Kontext«, Colloquia Germanica 55 (2023), Themenheft Hubert Fichte and the Poetics of Syncretism, hrsg. von André Fischer, 179-199.
  • »Simplicianische Handfertigkeiten: Die Geste als art de faire«, in: Epistemologien der Geste. Körper, Medien, Künste, hrsg. von Luca Viglialoro und Johannes Waßmer, Berlin, Boston: de Gruyter 2023, 121-143.
  • »Die Schreibszene sozialisieren! Kollaboratives Schreiben, Schreiben«, in: Dynamiken historischer Schreibszenen. Diachrone Perspektiven vom Spätmittelalter bis zur klassischen Moderne, hrsg. von Katja Barthel, Berlin, Boston: de Gruyter 2022, 89-113.
  • »Skene. Topoi der Kulturbegründung im 18. Jahrhundert«, in: Modell Hütte, hrsg. von Karin Krauthausen und Rebekka Ladewig, Zürich, Berlin: Diaphanes 2021, 363-383.

Lehre

Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Stephan Kammer in LSF

Mitarbeiterin

Porträtfoto
Tina Werner, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Stephan Kammer