Dr. Marco Triulzi

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Institut für Deutsch als Fremdsprache

Koordination Internationale Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit

Büroadresse:

Ludwigstr. 27

Raum G 105

80539 München

Raumfinder

Sprechstunde:

Mo 10:00-11:00 Uhr, bitte nach Anmeldung per Mail

Vorlesungsfreie Zeit (WiSe 2025/26):
Online-Sprechstunde nach Vereinbarung per E-Mail

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

  • Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
  • Angewandte Sprachwissenschaft
  • Mehrsprachigkeit und Mehrsprachigkeitsdidaktik
  • Literacy und Biliteracy
  • Sprachdiagnostik

Aktuelle Forschungsprojekte

Projektbeteiligte:
Dr. Marco Triulzi, LMU München
Dr. Ina Lammers, Universität Duisburg-Essen
Anna Nissen, Universität Mailand
Dr. Sabrina Link, LMU München

In der Sprachförderung wird spätestens seit dem multilingual turn zunehmend versucht, mehrsprachige Ansätze zu integrieren, die den fluiden und hybriden Gebrauch des gesamtsprachlichen Repertoires der Lernenden berücksichtigen. Dazu gehört auch das Konzept des Pedagogical Translanguaging, das darauf abzielt, die mehrsprachigen Kompetenzen der Lernenden systematisch zu nutzen und zu fördern. Ein Beispiel für die praktische Anwendung dieses Ansatzes ist in dem Podcast-Projekt Überall Konfetti - Il podcast italo-tedesco che non ti aspetti zu finden, bei dem sowohl die italienische als auch die deutsche Sprache verwendet werden, um rezeptive Sprachkompetenzen zu fördern und gleichzeitig gesellschaftsrelevante Inhalte zu vermitteln. Die Konzeption eines deutsch-italienischen Podcasts basierend auf Pedagogical Translanguaging bietet dazu neue Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.

Unter dem Projektnamen "PluriPodS - Plurilinguismo in Podcasting für den Sprachunterricht" findet daher wissenschaftliche Begleitforschung zu dem mehrsprachigen Podcastprojekt statt. In einer explorativen Kleingruppenstudie wurden im Mai 2023 qualitative Interviews erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet. Weitere Erhebungen sind in Vorbereitung. Zudem wurden konkrete Didaktisierungsvorschläge mit einem besonderen Fokus auf Mediationskompetenzen im Fremdsprachenunterricht, die zwischen 2023 und 2024 an vier italienischen Universitäten erprobt wurden.

Publikationen:

Triulzi, Marco, Lammer, Ina, Nissen, Anna (2025): A Multilingual Approach to Podcasting for Teaching and Learning Foreign Languages. The German-Italian Podcast Überall Konfetti. EL.LE 14/1, S. 65-84

Triulzi, Marco, Nissen, Anna, Lammers, Ina (2024): Podcasts im mehrsprachigkeitsorientierten Fremdsprachenunterricht: Didaktische Erprobung des deutsch-italienischen Podcasts Überall Konfetti für den universitären DaF-Unterricht. In: GLF German as a foreign Language Journal 3/2024, S. 87-107.

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Projektbeteiligte:
Dr. Marco Triulzi, Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Stefanie Bredthauer, Universität zu Köln
Stefanie Helbert, Universiti Malaya

Mehrsprachigkeit prägt den Alltag vieler Menschen weltweit, sei es im familiären Umfeld, in sozialen Interaktionen oder beim Medienkonsum. Während bekannt ist, dass mehrsprachige Praktiken allgegenwärtig sind, ist noch weitgehend unbeleuchtet, inwiefern sich diese Praktiken im Hochschulkontext widerspiegeln. Der Umgang der Studierenden mit ihrer eigenen Mehrsprachigkeit und der Mehrsprachigkeit in der universitären Lehre, insbesondere im Sprachunterricht, ist noch wenig erforscht.

Das Projekt MultiVersity untersucht, wie Studierende weltweit mit Mehrsprachigkeit umgehen - sowohl in ihrem Alltag als auch im akademischen Kontext. Es wird untersucht, ob alltägliche Handlungen wie Musikhören oder Podcasten, Interaktionen mit Gleichaltrigen, der Konsum audiovisueller Medien, das Verfassen wissenschaftlicher Texte usw. international eher einsprachig oder eher mehrsprachig ausgeführt werden. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Einstellungen sie zur Mehrsprachigkeit haben, sei es als persönliche Ressource oder als Teil ihres Sprachlernprozesses.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Mehrsprachigkeit im universitären Sprachunterricht. Wie erleben Studierende mehrsprachige Lehr- und Lernkontexte? Wie mehrsprachig oder einsprachig darf der Sprachunterricht sein? Und wie erleben sie es, wenn in einer Sprache unterrichtet wird, während andere Sprachen parallel verwendet werden?

Um möglichst viele Perspektiven einzufangen, wurde ein Fragebogen in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt - darunter Arabisch, Chinesisch, Kroatisch, Tschechisch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Ungarisch, Indonesisch, Italienisch, Malaiisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Tamil, Türkisch und Ukrainisch - und international verteilt.

Die Ergebnisse dieser Studie werden wertvolle Einblicke in die mehrsprachigen Praktiken und Einstellungen von Studierenden weltweit liefern. Dies kann dazu beitragen, die Lehrmethoden an Hochschulen weiterzuentwickeln und die Lehrpläne an die tatsächlichen sprachlichen Bedürfnisse und Potenziale der Studierenden anzupassen.

Das Projekt MehrLit erforscht, wie mehrsprachige Ressourcen von erwachsenen Lernenden mit Migrationshintergrund genutzt werden können, um ihre Literacy-Kompetenzen zu fördern.

Details zum Projekt

Das Forschungsprojekt GLΩSSA.MU hat zum Ziel, den Gebrauch des Griechischen und des Deutschen im Alltag griechisch-deutscher Kinder und Jugendlicher zu untersuchen.
Im Zentrum stehen ihre mehrsprachigen Praktiken sowie der Zusammenhang zwischen Sprachgebrauch, Sprachkompetenz und Spracherhaltsmaßnahmen.
Mithilfe von Textproduktionen werden qualitative und quantitative Daten zur pragmatischen und soziolinguistischen Kompetenz und Performanz erfasst, um ein umfassendes Bild der gelebten Mehrsprachigkeit in diesem Kontext zu gewinnen.

In der jetzigen Phase des Projektes wird das Forschungsprojekt GLΩSSA.MU zunächst im Raum München in Kooperation des Instituts für Multimedia und Linguistische Anwendungen (M.I.L.A.) des Fachbereichs für Deutsche Sprache und Literatur der Universität Athen (NKUA) mit der Internationale Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit (IFM) des Instituts für Deutsch als Fremdsprache der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU) durchgeführt.

Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Mehrsprachigkeit- und Spracherhaltsforschung leisten und zugleich Impulse für die Förderung einer funktionalen Bilingualität im Bildungsbereich geben.

Projektbeteiligte:

Institut für Multimedia und Linguistische Anwendungen (M.I.L.A.) des Fachbereichs für Deutsche Sprache und Literatur der Universität Athen (NKUA)

Projektleitung

Assoc.-Prof. Dr. Anna Chita, achita@gs.uoa.gr

Wissenschaftliche Betreuung

Prof.-Em. Dr. Friederiki Batsalia

Projektdurchführung und Evaluation

Areti Tsigkreli, Doktorandin am Fachbereich für Deutsche Sprache und Literatur der Universität Athen (NKUA)

Technische Unterstützung

Marina Vlachou, Doktorandin am Fachbereich für Deutsche Sprache und Literatur der Universität Athen (NKUA)

Internationale Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit (IFM) des Instituts für Deutsch als Fremdsprache der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU)

Projektleitung und -betreuung

Dr. Marco Triulzi, marco.triulzi@lmu.de

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Im Projekt SAMMELN wird analysiert, wie Schulbücher der Sekundarstufe I mehrsprachige Kompetenzen einbeziehen und Lehrkräfte im Kontext der Mehrsprachigkeitsdidaktik unterstützen können.

Details zum Projekt

Das Projekt initiiert ein Forum (Online-Veranstaltungsreihe, Sammelband), in dem Sprachsensibilität neu diskutiert wird. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Umsetzung sprachförderlicher Maßnahmen im Unterricht, sondern vor allem um den sensiblen Umgang mit Sprache in der Kommunikation mit- und übereinander – insbesondere in Bildungskontexten.

Details zum Projekt

Mit der Kompetenzenorientierten linguistischen Lerner:innentextanalyse (KLLA) wird ein kostenfreies Diagnostiktool entwickelt, das die Stärken und mehrsprachigen Kompetenzen der Lernenden fokussiert. Eine Interventionsstudie evaluiert, wie (angehende) Lehrkräfte das Verfahren in der Praxis einsetzen und Schreibkompetenzen weniger defizitorientiert fördern können.

Details zum Projekt

Mitgliedschaften und Positionen

  • Koordiator der Internationalen Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit
  • Mitglied der International Association of Multilingualism (IAM)
  • Mitglied im Fachverband Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (FaDaf)
  • Mitglied der Società italiana di Didattica delle lingue e Linguistica educativa (DILLE)
  • Alumni DAAD Italia (ADIT)

Lebenslauf

seit 2024
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut
2019-2024
DAAD-Lektor für Deutsch als Fremdsprache, Universität La Sapienza (Rom, Italien)
2023
Promotion, Universität zu Köln. Titel der Dissertation: Biliteracy im Italienischen und im Deutschen. Mehrsprachige Kinder im Übergang zwischen bilingualer Grundschule und monolingualer weiterführenden Schule. Erstbetreuer: Prof. Dr. Hans-Joachim Roth, Universität zu Köln; Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Katja F. Cantone-Altıntaș, Universität Duisburg-Essen
2021-2024
Lehrbeauftragter im Weiterbildungsstudium Deutsch als Zweitsprache, im Studiengang Lehrkräfte PLUS und im Pflichtmodul Deutsch als Zweitsprache, Universität zu Köln
2021
Lehrbeauftragter im B.A. Deutsch als Fremdsprache, Europa-Universität Flensburg
2016-2019
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Universität zu Köln
2015-2016
Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache, Berlin
2014-2015
Lektor für Deutsch als Fremdsprache, Zhejiang-Universität (Hangzhou, China)
2013-2015
Doppelmaster in Deutsch als Fremdsprache/China-Studies, TU Berlin und Zhejiang-Universität (Hangzhou, China)
2009-2012
B.A. in Fremdsprachen und Literaturwissenschaften, Universität Bologna (Italien)

Publikationsliste