Inhaltliche Konsekutivität und Teilnahmepflicht

Arbeitsmaterialien in Benutzung

Inhaltliche Konsekutivität

Die Lehrveranstaltungen, und mit ihnen die Module, bauen in jedem germanistischen Studiengang aufeinander auf. Dies ist auch in den Studienstrukturplänen sichtbar und vor allem inhaltlich für Ihren Wissenserwerb sinnvoll und notwendig. Denn die Seminare der nächsten Studienphase setzen das Wissen und die Erfahrung, die Sie in den vorangehenden erworben und gesammelt haben, voraus. Die Qualität Ihrer Prüfungen hängt vor allem von der Befolgung dieser Konsekutivität ab.

Deshalb versteht es sich von selbst, dass in einem Fachteil immer zuerst Einführungsseminare/Basismodule, dann Proseminare/Aufbaumodule und dann Hauptseminare/Profil-/Spezialisierungsmodule besucht werden. Eine erfolgreiche Teilnahme beispielsweise an einem Hauptseminar ohne die entsprechenden Grundlagen aus den Einführungen der Basismodule und ohne die Erfahrungen, die Sie beim Anfertigen von Hausarbeiten (siehe Prüfungsformen) in den Proseminaren sukzessive sammeln, gelingt in der Regel nicht gut.

Teilnahmepflicht

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob die Teilnahme an Vorlesungen oder Seminaren verpflichtend vorgeschrieben sei, man also regelmäßig teilnehmen müsse. Diese Frage stößt bei den Kolleginnen und Kollegen im Fach auf großes Unverständnis: Wir gehen davon aus, dass unsere Studierenden unser Fach aus Interesse und freiwillig studieren und also an unseren Lehrveranstaltungen teilnehmen wollen. Natürlich ist es in der Regel kein Problem, wenn man beispielsweise krankheitsbedingt oder wegen eines wichtigen Termins ausnahmsweise an einer Veranstaltungssitzung nicht teilnehmen kann. Für diese Fälle kann man sich im Vorhinein bei der/dem Lehrenden entschuldigen. Wer aber häufig an einer Lehrveranstaltung nicht teilnehmen kann, weil es regelmäßige Überschneidungen mit anderen Verpflichtungen (beispielsweise Nebenjob) gibt, verpasst so viel vom Stoff und vor allem von der Seminardiskussion, dass meistens auch keine erfolgreiche Prüfungsleistung möglich ist.

Formal aber kennen die meisten Lehrveranstaltungen/Module keine Zulassungsvoraussetzungen, und es besteht auch keine formale Teilnahmepflicht. Denn sowohl die inhaltliche Konsekutivität als auch die regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ist für das erfolgreiche Studieren so unabdingbar, so selbstredend notwendig, dass sie in den Studienordnungen nicht geregelt sind.

Oder um es kurz zu sagen:

Die regelmäßige und konsekutive Teilnahme an den gewählten Lehrveranstaltungen ist nicht verpflichtend – sie ist selbstverständlich.