Dr. Stefan Hackl

Akademischer Oberrat

Institut für Deutsche Philologie

Studiengangskoordinator Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Büroadresse:

Schellingstraße 5

Raum 109

80799 München

Raumfinder

Sprechstunde:

nach Vereinbarung per E-Mail

Postanschrift:

Schellingstraße 3 / Rückgebäude

80799 München

Über mich

Kurzprofil
Ich koordiniere an der LMU München den Studiengang Deutsch als Zweitsprache im Lehramtsstudium und lehre in diesem Fach sowie in der Fachdidaktik Deutsch. Meine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Sprachdidaktik, in der Entwicklung digitaler Lehr-Lern-Medien und in Fragen des didaktisch sinnvollen Einsatzes Künstlicher Intelligenz in der Lehrkräftebildung. In der Onomastik arbeite ich zur Ortsnamenforschung in Bayern und im deutschen Südwesten, zur Namendidaktik, zur Vermittlung namenkundlichen Wissens an ein breiteres Publikum sowie zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Namenforschung.

Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über meine Arbeit. Publikationen und Vorträge sind vollständig in meinem ORCID-Profil dokumentiert.
Arbeits- und Forschungsschwerpunkte
– Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und dessen Didaktik

– Sprachdidaktik (Schwerpunkte: Orthografie, Wortschatz, Grammatik)

– Digitale Lehr-Lern-Medien in der Lehrkräftebildung

– Künstliche Intelligenz in Lehre und Forschung

– Onomastik: Toponymie, Anthroponymie, Ergonymie (Namen menschlicher Erzeugnisse)

– Namendidaktik

Lehre und Studienorganisation

Aufgaben
– Studiengangskoordination Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Lehramtsstudium

– Lehre in den Bereichen Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Fachdidaktik Deutsch

– Betreuung von Zulassungsarbeiten (schriftliche Hausarbeiten nach § 29 LPO I) in den Fächern Deutsch als Zweitsprache und Fachdidaktik Deutsch
Regelmäßige Lehrveranstaltungen
– Begleitseminare zum Praktikum im Fach Deutsch als Zweitsprache sowie im Fach Deutsch (Lehramt Mittelschule)

– Pro- und Fortgeschrittenenseminare zu wechselnden Themen des Deutschen als Zweitsprache und seiner Didaktik

– Vorbereitungskurse auf die Staatsexamensprüfungen im Fach Deutsch als Zweitsprache
Aktuelle Veranstaltungen
Die Lehrveranstaltungen des laufenden Semesters finden Sie im Vorlesungsverzeichnis der LMU München.

Aktuelle Forschungsprojekte

Entwicklung digitaler Lehr-Lern-Bausteine für die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften im Fach Deutsch als Zweitsprache, veröffentlicht als Open Educational Resources (zur Projektseite).

Das Projekt verbindet zwei Fragestellungen. Onomastisch untersucht es explorativ, wie KI-Dialogsysteme, also Chatbots und KI-Agenten, im deutschsprachigen Raum benannt werden, welchen Mustern diese Namen folgen und wie sie sich namentheoretisch einordnen lassen. Methodisch beschreibt und reflektiert es den Einsatz generativer KI-Sprachmodelle im eigenen Forschungsprozess, der in seiner Anlage über die Onomastik hinaus auf andere Fächer übertragbar ist.

Ausgewählte Publikationen

  • Die Wahrheit über Pumpernudel. 111 kuriose Ortsnamen in Bayern und was sie bedeuten. München: Nymphenburger 2010 (Taschenbuchausgabe: Piper 2012) (gemeinsam mit Susanne Franke).

  • Praktische Relevanz von Namenforschung und Namenkunde. Festschrift für Albrecht Greule zum 75. Geburtstag. Regensburg: edition vulpes 2021 (= Regensburger Studien zur Namenforschung, 10) (gemeinsam mit Roswitha Fischer, Sandra Reimann und Paul Rössler).

  • Richtig schreiben und Rechtschreibstrategien anwenden. DaZ Sekundarstufe. Konzepte und Materialien, Heft 3 (2020), mit dem Basisbeitrag „Basiswissen: Richtig schreiben und Rechtschreibstrategien anwenden“, S. 5–7.

  • Namen und Geschichte am Oberrhein. Orts-, Flur- und Personennamen zwischen Mainz und Basel. Stuttgart: Kohlhammer 2018 (= Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B: Forschungen, 217) (herausgegeben von Jörg Riecke unter Mitwirkung von Albrecht Greule und Stefan Hackl).

  • Gerhard Koß: Warennamen – Marken – Kunstnamen. Transposition und Kreation in der Wirtschaft. Ausgewählte Beiträge 1976–2006. Festschrift für Gerhard Koß zum 75. Geburtstag. Regensburg: edition vulpes 2008 (= Regensburger Studien zur Namenforschung, 5) (gemeinsam mit Kurt Franz und Albrecht Greule).

  • Eye-Tracking as a Scientific Method for Analysing Educational Media: State of the Art and Potential. In: Exploring Interconnectedness. Constructions of European and National Identities in Educational Media. Cham: Palgrave Macmillan 2023 (= Palgrave Studies in Educational Media), S. 299–314.

  • Lernen mit digitalen Tools – zur Verbindung von Wortschatzarbeit und Schreiben. In: Arbeiten am Wortschatz. Schreiben. Trier: WVT 2019 (= Koblenz-Landauer Studien zu Geistes-, Kultur- und Bildungswissenschaften, 23), S. 235–251 (gemeinsam mit Anja Ballis).

  • Perspektiven einer zukünftigen Familiennamenforschung am Beispiel der „Historischen Bevölkerungsdatenbank der Diözese Passau“. In: Familiennamen im Deutschen. Erforschung und Nachschlagewerke, 1. Halbband: Deutsche Familiennamen im deutschen Sprachraum. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2009 (= Onomastica Lipsiensia. Leipziger Untersuchungen zur Namenforschung, 6.1), S. 67–81 (gemeinsam mit Albrecht Greule und Herbert W. Wurster).

  • Rezension zu Rosemarie Gläser: Eigennamen in der Arbeitswelt. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2005. In: Namn och bygd 94 (2006), S. 156–159 (gemeinsam mit Sandra Reimann).

  • Rezension zu Lutz Reichardt: Der zentralschwäbische Mundartraum. Dialekthistorisches Register zu den Ortsnamenbüchern der Kreise Stuttgart/Ludwigsburg, des Rems-Murr-Kreises, des Ostalbkreises, der Kreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Heidenheim, Tübingen, Reutlingen und des Alb-Donau-Kreises mit Ulm. Stuttgart: Kohlhammer 2004. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 68 (2005), H. 3, S. 1378–1380.

  • Mitarbeit an den Lehrerbänden 5 und 6 des Lehrwerks „D.U. DeutschUnterricht“ (Lehrerband 6: Ausgabe Baden-Württemberg). Bamberg: C.C.Buchner 2015 und 2016.

  • Die richtigen Worte finden: Wortbildung, Wortfamilie, Wortfeld – kompetenzorientiertes Arbeiten am Wortschatz in Verbindung mit lyrischen Texten. Unterrichtskonzepte Deutsch, Sprache F. 13. Hallbergmoos: Stark 2016, S. 1–50 (gemeinsam mit Kathrin Simon).

  • Der griechische Held Odysseus – Attribute erforschen und kompetenzorientiert anwenden. Unterrichtskonzepte Deutsch, Sprache G. 11. Hallbergmoos: Stark 2015, S. 1–33 (gemeinsam mit Kathrin Simon).

  • Namen auf der Spur – Herkunft und Bedeutung von Vor-, Familien- und Ortsnamen erforschen. Unterrichtskonzepte Deutsch, Sprache F. 10. Hallbergmoos: Stark 2014, S. 1–44 (gemeinsam mit Kathrin Simon).

Vorträge und Wissenschaftskommunikation

  • Onomastik im Dialog mit KI. Die Namen von KI-Dialogsystemen im deutschsprachigen Raum und die Reflexion ihrer KI-gestützten Erforschung. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Namenforschung „Onomastik im digitalen Zeitalter“, Universität Bremen, September 2026

  • Auf dem Weg zur Öffentlichen Onomastik. Standortbestimmung und Entwicklungsimpulse im Zeitalter digitaler Transformation. Tagung des Arbeitskreises für bayerisch-österreichische Namenforschung „Namen in Bayern und Österreich und bei ihren Nachbarn“, StifterHaus Linz, April 2026

  • Wenn Honks und Lauchs die Diggi dissen. Eine explorative Studie zur Geschlechtersensibilität in der deutschen Jugendsprache. Symposium „Sprachliche Variation und Gender Studies. Potenziale – Studien – Forschungsdesiderata“, Universität Augsburg, Februar 2024

  • How to Deutsch. Ein Fallbeispiel zur Problematik von YouTube-Erklärvideos für das Fach Deutsch. Tagung „Deutschunterricht im Zeichen der Digitalisierung“ des Österreichischen Forums Deutschdidaktik, Universität Salzburg, März 2019

  • Operation Fregin. On the mental modelling of nation and Europe among young people using the example of multimodal analysis of YouTube videos relevant to educational media. Workshop des Forschungsnetzwerks EurEd, Universität Kopenhagen, November 2018

  • Öffentliche Vorträge zur Herkunft und Bedeutung von Orts- und Familiennamen, zuletzt „Von Althammer bis Zistler. Eine Entdeckungsreise zur Herkunft und Bedeutung unserer Familiennamen“, Heimatverein Cham, März 2026

  • Gesprächsgast in interaktiven Hörfunksendungen zu Herkunft und Bedeutung von Vor- und Familiennamen, zuletzt bei Bayern 2 (2023 und 2026)

  • Wissenschaftliche Fachberatung und Mitwirkung vor der Kamera in der Sendereihe „WeißBlau – Unsere Namen“, Bayerisches Fernsehen (2007–2009)

  • Seit 2006 Interviews und fachliche Auskünfte zu namenkundlichen Themen für Hörfunksender, unter anderem Bayern 1, Bayern 2, SWR3, HR3, MDR Sputnik und Radio Bremen Vier

  • Fachliche Auskünfte für Printmedien, unter anderem Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Mittelbayerische Zeitung, Passauer Neue Presse und dpa Kindernachrichten

Beruflicher Werdegang

seit 2016
Studiengangskoordinator Deutsch als Zweitsprache, LMU München
seit 2015
Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur sowie für Deutsch als Zweitsprache, LMU München
2017–2019
2018–2019 Vorsitzender des Arbeitskreises Deutsch als Zweitsprache an bayerischen Universitäten (ADaZBU)

2017–2018 Mitglied der Kommission des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur Überarbeitung der Lehramtsprüfungsordnung I (§ 112 DiDaZ)
2006–2015
2014–2015 Abordnung an die Professur für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Universität Passau

2009–2015 Referendariat und Tätigkeit als Studienrat im staatlichen Gymnasialdienst in Bayern

2006–2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Universität Regensburg; zugleich Geschäftsführer der Forschergruppe NAMEN
1998–2005
Studium der Germanistik, Lateinischen Philologie und Katholischen Theologie, Universität Regensburg

Abschlüsse, Auszeichnungen und Stipendien

2019
Zertifikat „Multiplikator guter Lehre“, LMU München
2016
Eberhard-Gothein-Preis für die Dissertationsschrift „Ortsnamenbuch des Enzkreises und des Stadtkreises Pforzheim“
2013
Promotion zum Dr. phil. (Deutsche Philologie), Universität Regensburg (summa cum laude)
2011
Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien in Bayern (Deutsch, Katholische Religionslehre)
2006–2009
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
2005
Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien in Bayern (Deutsch, Katholische Religionslehre)
2005
Magister Artium (Deutsche Philologie, Katholische Theologie)
2003
Baccalaureus Artium (Deutsche Philologie, Katholische Theologie)

Mitgliedschaften

– Arbeitskreis Deutsch als Zweitsprache an bayerischen Universitäten (ADaZBU)

– Arbeitskreis Deutschdidaktik an bayerischen Universitäten (ADBU)

– Arbeitskreis für bayerisch-österreichische Namenforschung (ABÖN)

– Deutsche Gesellschaft für Namenforschung (GfN)

– Symposion Deutschdidaktik (SDD)

– Verband für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern