Das Projekt erforscht, wie sprachbezogene Erwartungen (angehende) Lehrpersonen prägen.
Projektbeschreibung
Im Projekt „Sprachbezogene Selbstkonzepte stärken“ stehen die subjektiv bedeutsamen Erfahrungen von (angehenden) Lehrpersonen mit den an sie herangetragenen sprachbezogenen Erwartungen im Fokus. Dabei interessiert uns die Frage, wie (angehende) Lehrpersonen diese bewerten. Ob sie diese als angemessen, förderlich, belastend oder gar diskriminierend erleben und welche Begründungszusammenhänge sie für ihre Bewertungen jeweils heranziehen. Nicht zuletzt liegt unser Erkenntnissinteresse auf den Bewältigungsstrategien, die (angehende) Lehrpersonen anwenden, um ein sprachbezogenes Selbstkonzept aufbauen bzw. aufrecht erhalten zu können, dass es ihnen erlaubt, (weiterhin) als Lehrperson tätig sein bzw. werden zu können.
Die Studie ist als Langzeituntersuchung angelegt: Über einen längeren Zeitraum hinweg werden die Teilnehmenden zu drei entscheidenden Phasen ihrer beruflichen Entwicklung befragt: (1) während ihres Studiums, (2) im Vorbereitungsdienst (Referendariat) und (3) im ersten Jahr ihrer eigenverantwortlichen Lehrtätigkeit. Durch diese kontinuierliche Begleitung lassen sich Veränderungen in der Wahrnehmung sprachbezogener Erwartungen sowie deren Einfluss auf das Selbstkonzept systematisch nachzeichnen.