Die Lehramtsstudiengänge im Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bereiten Studierende wissenschaftlich fundiert und praxisnah darauf vor, mehrsprachige Kinder und Jugendliche gezielt beim Erwerb und Ausbau ihrer sprachlichen Fähigkeiten zu unterstützen und ihnen durch den Literaturunterricht vielfältige Zugänge zu mehrsprachigen Erzählwelten zu eröffnen. Besonders hervorzuheben ist dabei die enge Anbindung an die Fachdidaktik Deutsch. Sie befähigt die Studierenden dazu, Übergänge zwischen dem DaZ-Unterricht und dem Deutschunterricht bewusst zu gestalten – und damit eine durchgängige Sprachbildung zu ermöglichen.
Im Zentrum steht dabei ein diskriminierungskritischer Zugang zum Lehren und Lernen. Studierende reflektieren sprachliche Machtverhältnisse im Bildungssystem und erwerben Handlungskompetenzen, um Lernumgebungen inklusiver zu gestalten. Dieser Anspruch prägt auch die Gestaltung der Lehr-Lern-Methoden, die Theorie und Praxis eng miteinander verzahnen. Digitale Medien sowie interaktive und immersive Lernumgebungen eröffnen nicht nur neue Perspektiven auf Sprache(n) und Literatur, sondern regen zugleich zur kritischen Auseinandersetzung mit konkreten Unterrichtssituationen an. Ein zentrales Element des Studiums bilden zudem die Unterrichtspraktika, in denen Studierende frühzeitig Unterrichtserfahrungen sammeln, Konzepte erproben und ihre professionelle Haltung weiterentwickeln.
Mit der Verbindung von Mehrsprachigkeit, kritischer Bildungsarbeit, Sprach- und Literaturdidaktik, digitalen Innovationen und Praxisorientierung qualifiziert das DaZ-Studium an der LMU für eine reflektierte Lehrtätigkeit in einer vielsprachigen Schulrealität – und schafft wesentliche Voraussetzungen dafür, Bildungsgerechtigkeit aktiv mitzugestalten.
Ausführliche Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen rund um das Studium des Deutschen als Zweitsprache bietet der Online-Studienführer DaZ.