Prof. Dr. Almut Ketzer-Nöltge und PD Dr. Simone Schiedermair luden zu einem offenen Austausch zu Chancen und Grenzen von KI mit Gästen aus dem Berufsfeld DaF/Z.
Wir freuen uns, dass wir drei Kolleginnen aus dem Berufsfeld DaF/Z für die Veranstaltung und Diskussionsrunde gewinnen konnten:
- Dr. Melanie Moll (Deutschkurse bei der Universität München) für die Leitungs- und Verwaltungsperspektive
- Christine Reulein (TUM Sprachenzentrum) für die Perspektive der Lehrkräfte
- Stefanie Kastner (Goethe-Institut Zentrale) für die Perspektive der Kultur- und Programmarbeit
Lebhafte Gespräche
Beginnend mit Statements der drei Gäste konnten diese dann in kleineren Gruppen direkt mit ihnen diskutiert werden. Die jeweiligen Standpunkte sind hier noch einmal widergegeben.
Aus der Perspektive der Geschäftsführerin: KI hilft bei Verwaltungsabläufen und beim Überarbeiten von Texten und Mail-Korrespondenz. Unsere Mitarbeiter/innen müssen aber dennoch das Deutsche auf einem hohen Niveau beherrschen, um erfolgreich mit Kunden zu kommunizieren und um die Vorschläge der KI souverän umzusetzen. Aus der Perspektive der Direktorin eines Sprachinstituts müssen wir uns der Diskussion stellen, ob und warum Studierende studienvorbereitend überhaupt noch Deutsch lernen sollen bzw. warum sie Deutsch bis zu einem sehr hohen Niveau lernen sollen.Dr. Melanie Moll
Zukünftige DaF-Lehrkräfte müssen selbst so sicher im Umgang mit KI-Tools sein, dass sie digital kompetent mithalten können. Gleichzeitig sollten sie vermitteln, dass KI den Konkurrenzdruck für Berufseinsteiger erhöht und unabhängiges Fachwissen wichtiger bleibt als jede schlaue App. Umso entscheidender wird es sein, den direkten kommunikativen Austausch der Lernenden zu fördern – etwa durch Tandem-Projekte, Sprachcafés und andere Formen echten Miteinanders.Christine Reulein
KI wird alles verändern. Es wird wahrscheinlich das Wirtschaftssystem, wie wir es kennen, das Bildungssystem und die Art, wie wir denken, umgestalten.“ Sam Altman, Open AI Auf der Basis dieses Zitats haben wir Fragen von Bias, Informationsgerechtigkeit, Diversität von Entwickler*innen-Teams, ethische Herausforderungen rund um den Einsatz von KI, Kennzeichnungspflichten und die alles entscheidende Frage diskutiert, ob es sich noch lohnt Sprachen zu studieren.Stefanie Kastner