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Deutsch-Tschechische Sommerschule in České Budějovice

03.05.2026

Studierende aus České Budějovice und München erleben intensive Projektarbeit zu "Medienpraxis für den Fremdsprachenunterricht" vom 26.04. - 01.05.

Marianna Vargas im Gespräch mit Coach Stefan Brainbauer

DaF-Studentinnen und Studenten aus České Budějovice und München erpoben ein Medienprojekt in České Budějovice

In der Sommerschule "Medienpraxis für den Fremdsprachenunterricht" erarbeiteten je 11 Studentinnen und Studenten der Pädagogischen Fakultät der Südböhmischen Universität und LMU in deutsch-tschechischen Tandems Medienprojekte zum Thema "Mein Europa 2050", deren Ergebnis in einem Film präsentiert werden sollte. Die Projekte wurden im zweiten Teil der Sommerschule an tschechischen Schulen im DaF-Unterricht unter realen Bedingungen umgesetzt.

Dazu wurden die Studierenden zunächst in die Projektarbeit im Fremdsprachenunterricht eingeführt und dann von Stefan Brainbauer vom Bayerischen Rundfunkt intensiv in der Produktion von Filmen geschult. Sie lernten spannende Bilder zu produzieren, eine Geschichte mit diesen Bildern zu erzählen und den Wert von gutem Ton zu schätzen, um letzlich alles in einem kreativen Schnitt zu veredeln.

Impressionen aus der Sommerschule

Schülerinnen erarbeiten ihr Projektthema.

Anna, Marise, Zhouzhou und Helena (von links) in der Waldorf-Grundschule.

Stefan Brainbauer demonstriert den Studierenden die Wirkung unterschiedlicher Bildausschnitte.

Ein Film lebt von gutem Ton: Stefan Brainbauer erkklärt Zhouzhou Zhao die Mikrofone.

Sina Streitberger (2. v. links) beim Dreh mit ihrer Schülergruppe.

Tereza Janurová unterstützt ihre Schülergruppe beim Schnitt.

Auf Fachexkursion in Česky Krumov

Marianna Vargas bespricht mit einer Schülerin der Waldorf-Grundschule den Schnitt - und das komplett auf deutsch.

Projekte unter realen Bedingungen umgesetzt

An den Partnerschulen der Pädagogischen Fakultät der Südböhmischen Universität Budweis, die von Jana Kusová und Zdeněk Pecka betreut werden, wurde die Projektarbeit erprobt. In zwei Gymnasien, einem Waldorf-Lyceum, einer Waldorf Grundschule sowie einer allgemeinbildenden Grundschule entstanden schließlich mit kleinen Schülergruppen Filme zu Inhalten, wie sich diese Europa 2050 vorstellen. Dabei nahmen die Studierenden nicht nur die Rolle der Lehrkräfte ein, sondern gaben als Trainerinnen und Trainer ihre zuvor erworbenen Kompetenzen im Erstellen von Filmen gleich wieder weiter.

Deutsch nebenbei gelernt

Das letzte Element der Sommerschule bezieht sich auf den Deutschunterricht. Die Studentinnen und Studenten, aber auch die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie man projektorientiert in verschiedenen Altersgruppen und Niveaustufen eine Fremdsprache jenseits von Vokabellisten und Grammatik-Regeln erlernen kann. Durch die Beschäftigung mit dem Thema wurden Fertigkeiten wie Projektideen schriftlich beschreiben und mündlich diskutieren, aber auch das mündliche Kommunizieren beim Dreh und Schnitt trainiert.

Manches Mal mussten die tschechischen Studierenden als Mediatoren zwischen den Münchner Studentinnen und Studenten sowie den Schülerinnen und Schülern vermitteln, manchmal wich man auch auf die englische Sprache aus. So entstand ein schöner mehrsprachiger Mix, der zu einem sehr produktiven Deutschunterricht führte mit tollen Ergebnissen, denn am Ende standen letztlich 11 Kurzfilme zu Utopien wie "Mein Auto kann fliegen" oder sozialkritschen Themen wie "2050 gibt es keine Obdachlosen mehr" - und die Schülerinnen und Schülern bewegten sich spontan und ohne Hemmungen in der Fremdsprache Deutsch.

Die Sommerschule fand unter der Leitung von Mgr. Jana Kusová, Ph.D., doc. Dr. phil. Zdeněk Pecka (Südböhmische Universität Česke Budějovice) und Dr. Matthias Springer ( LMU München) statt.

Unser großer Dank geht an die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur, die diese Sommerschule ermöglichte.